Donnerstag, 22. April 2010

Künstler fordern Rücknahme des Glühbirnenverbotes

Hier nochmal ein unkommentierter Nachschlag zum Thema Glühlampenverbot:




Berlin. 90 Künstler, Architekten, Designer und Museumsdirektoren fordern in einer Petition eine Rücknahme des Glühbirnen-Verbots der Europäischen Union. Die Kunst könne unmöglich auf die Vielfalt des künstlichen Lichts verzichten - weder in Kunstwerken noch bei deren Beleuchtung.
Rund 90 Künstler, Designer, Ausstellungsmacher und Architekten fordern im Kunstmagazin „Monopol“ eine Rücknahme des Glühbirnenverbots. Zu den Unterzeichnern gehören nach Angaben vom Dienstag die Künstler Andreas Gursky, Georg Baselitz, Rosemarie Trockel, Tobias Rehberger, Thomas Demand, Anselm Reyle, Ralf Ziervogel und Carsten Höller, die Architekten Hans Kollhoff, Alois Brandlhuber und Hadi Teherani, die Designer Ingo Maurer und Alessandro Mendini sowie die Kuratoren und Museumsdirektoren Michael Werner, Armin Zweite und Wulf Herzogenrath.
„Halogenlampen sind ebenfalls unverzichtbar“
„Auf die Vielfalt des künstlichen Lichts können wir unmöglich verzichten. Traditionelle Glühbirnen sind essenzieller Teil unserer Beleuchtungskultur, von den Bauhaus-Lampen bis zur Kunst des Lichts, wie bei László Moholy-Nagy oder Felix Gonzalez-Torres. Halogenlampen sind ebenfalls unverzichtbar, insbesondere für die Beleuchtung von Kunst, für die Illumination von Räumen, Bühnen und Fassaden“, heißt es in der Petition, die in der am 22. April erscheinenden Maiausgabe von „Monopol“ veröffentlicht wird.
Ihr Hausmeister in Dresden

Montag, 15. März 2010

Wann ist endlich die Hauptstraße dran?

Es gibt wieder Verhandlungen mit einem Investor und zwar der Florana KG, welche einen sehr modernen Entwurf vorlegte.

In Dresden wird naturgemäß alles wirklich Moderne abgelehnt und der Historismus als moderne Strömung gesehen, siehe Neumarkt.



Nur am Neumarkt gab es Investoren, die bereit waren sich darauf einzustellen und dieses Wagnis einzugehen. An der Hauptstraße gibt es diesen Investor offensichtlich nicht. Also wird erstmal Lärm geschlagen. O-Ton "Menschen von heute sollten sich nicht der Gefahr unterziehen, sich von Architekten sagen lassen zu müssen, was schön ist "und" sich nicht von Architekten etwas hinklatschen lassen". Da aber für den historischen Wideraufbau keiner zu finden ist, werden einfach historisierende Entwürfe in den Medien in Umlauf gebracht um die Stadt unter Druck zu setzen. Auch keine feine Art.


Die Reaktion der Architekten auf diese Vorgehensweise ist somit auch nachvollziehbar:

„So legitim die Vision ist, verlorenen gegangene historische Stadtstruktur und prägnante Leitbilder einzelner Gebäude wieder errichten zu wollen und damit Korrekturen an Bebauungen der Nachkriegszeit vorzunehmen, so polarisierend wirkt diese Vision, wenn sie dazu eines Feindbildes bedarf“.

Unter unseren Kollegen ist die Meinung ähnlich geteilt. Einem Teil gefallen historisierende Bauten, da sie für die breite Masse oftmals optisch ansprechender sind und im Moment auch touristisch attraktiv sind. Der andere Teil befürchtet den Verlust der schöpferischen Fähigkeiten unserer Generation, das Dresden dann nur noch eine Art barockes Disneyland sein wird, ohne Bezug auf die heutige Epoche.

Ihr Hausmeister in Dresden

Dienstag, 16. Februar 2010


Dresden vereint gegen rechts

Nach diversem hin und her, kam es nun am Sonnabend doch zum befürchteten Aufmarsch der Rechten. Die Oberen der Stadt zogen es vor, die Nazis lediglich aus der Innenstadt zu verbannen, damit die Menschenkette in Ruhe gebildet werden konnte. Diese Kette war für das mediale Bild nach außen sicherlich gut, die Nazis wurden dadurch leider nicht gestoppt.

Die Demonstration der Rechten wurde wieder einmal auf die ungeliebte Seite der Elbe, in die äußere Neustadt verbannt, weit ab vom medialen Interesse und den Gesichtern der Politiker. Doch zum Glück gab es eine Menge Leute die zivilen Ungehorsam leisteten, ganz voran das Bündnis „Dresden Nazifrei“. Über den politischen Backround dieses Bündnisses kann man vielleicht streiten, über den Erfolg nicht. „Dresden Nazifrei“ schaffte es mit perfekter Organisation, den Marsch der Rechten zu verhindern und denen somit hoffentlich die Lust am demonstrieren in Dresden zu vermiesen. Die meisten Rechten kamen im Übrigen nicht aus Dresden, im Gegensatz zu den zahlreichen Gegendemonstranten.

In eigener Sache müssen wir sagen, dass es für uns im Nachhinein weniger zu tun gab als befürchtet. Trotz der gewaltigen Menge an Gegendemonstranten, unter denen sicher auch ein paar Gewaltbreite zu finden waren, hielten sich Beschädigungen und Verschmutzungen in Grenzen. Da verursacht jedes kleine Stadtteilfest mehr Müll.

Ihr Hausmeister in Dresden

Montag, 11. Januar 2010

Weißer Start ins neue Hausmeister- Jahr






Nachdem uns das Sturmtief "Daisy" einen heftigen Jahresstart verschafft hat, soll nun Hoch "Bob" die Schneeberge gefrieren lassen. So oder so ähnlich sind die Meldungen im Moment. Optisch ist das Wetter für Dresden der Hammer, so schön sah es hier im Winter schon lange nicht mehr aus. Mal etwas anderes, als immer diese grauen schmutzigen Winter. Organisatorisch stellt es natürlich große Herausforderungen an die Hausmeister, jeden Tag ohne Unterbrechung raus und erleichternde Hilfsmittel, wie Salz sind inzwischen für uns verboten.
Das größte Problem sind im Moment jedoch herabstürzende Eiszapfen, welche eine echte Gefahr sind. Hier ein großes Lob an die Dresdner Feuerwehr, welche schnell und unkompliziert zur Hilfe kommt. Ein Anruf genügt und die Kosten halten sich auch in Grenzen. Wenn alle etwas umsichtig agieren und sich im Zweifel beim zuständigen Hausmeister melden, kann nichts passieren und alle können diesen schönen Dresdner Winter genießen.

Ihr Hausmeister in Dresden

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Winterdienst in Dresden


Alle Jahre wieder keimt in unseren Hausmeistern die Hoffnung auf, dass es nicht schneit, so wie vor zwei Jahren. Da dies aber sehr unwahrscheinlich ist, werden wir wieder ordentlich unsere Pflicht erfüllen. Die Stadt Dresden hat uns zwar einige Regeln auferlegt, betreffend Räumzeiten und Streugut, hält sich aber leider selbst nicht daran und so werden sich die Jungs wieder morgens über ungeräumte Straßen durch die Stadt quälen. Zum Dank gibt’s dann Schreie aus Fenstern, weil es zu laut ist oder es gibt massive Beschwerden, dass nicht geräumt wurde, weil sich bis zum Mittag schon wieder eine Puderschicht über das Streugut gelegt hat. Welche Formen das annehmen kann, zeigt der Artikel aus unserem Archiv, in dem einer unserer Hausmeister der Leidtragende war.
Bitte denken Sie daran, wenn Sie morgens vom kratzen des Schiebers geweckt werden, dass unsere Hausmeister nicht aus Spaß um 4,00 Uhr beginnen zu räumen, sondern nur pflichtbewusst sind und sich somit an die Vorgaben der Stadt Dresden halten.
Ihr Hausmeister in Dresden

Dienstag, 27. Oktober 2009

Putzfrauenstreik


Ein Thema das sicherlich viele Emotionen auslöst, vor allem bei den Betroffenen. Das fängt schon bei der Bezeichnung an, die dem Klischee auf unserem Bild entspricht. Bei denen die streiken handelt es sich keinesfalls um Putzfrauen sondern um Gebäudereiniger /innen oder Hausmeister, welche fast immer diesen oder einen anderen ehrenwerten Beruf erlernt haben. Die Ausbildung zum Gebäudereiniger ist entgegen vieler Vorurteile, sehr umfassend und vermittelt viel Wissen und diverse Fertigkeiten, z.B. über Chemikalien, Maschinen, Organisation usw.
Die Arbeit der Gebäudereiniger/innen erfolgt meistens im Verborgenen und wird so leider weniger geschätzt. Ein sauberes Büro am Morgen ist selbstverständlich und Dank die große Ausnahme.
Zur Beruhigung unserer Auftraggeber können wir sagen, dass bei uns ein Streik ausgeschlossen ist. Aufgrund unserer Firmenphilosophie, welche auf der hervorragenden Qualität unserer Arbeit aufbaut, werden unsere Mitarbeiter schon immer übertariflich entlohnt. Nur mit zufriedenen Mitarbeitern kann eine qualitativ hochwertige Arbeit erbracht werden.
Ein angemessener Lohn, Fortbildungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen und nicht zuletzt ein gutes Betriebsklima tragen dazu bei, dass auch Gebäudereiniger/innen stolz auf ihre Leistungen und das Unternehmen sein können.

Es ist also nicht schwer zu erraten, dass wir diesen Streik gut verstehen können, da es viele Unternehmen gibt, die ihre Gewinne ausschließlich durch Lohndumping erzielen.
Diese Firmen schaden unserem Berufsbild extrem, nicht zuletzt durch die Berichterstattung die dieser Streik mit sich bringt.
Ihr Hausmeister in Dresden